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Der Anfang

So, hier nochmals: Da mein alter Blog aus underfindlichen Gründen gekündigt wurde, werde ich mich hier zur Ruhe setzen. Wenn ich die alten Geschichten wiederfinde, werde ich sie hier wohl nach und nach reinstellen, aber vorerst nicht alle. Es hängt an manchen zu viel Wahrheit und zu viele Erinnerungen.

 

Danke für das Verständnis.

5.7.09 15:51, kommentieren

Fieber - Prolog

So, hier mal einer meiner ersten Arbeiten. Der Prolog kam zwar erst nachträglich zur Geschichte, aber er ist wohl wichtig, um den Rest zu verstehen.

 

Dummerweise bin ich immer noch nicht dazu gekommen, Rechtschreibfehler auszumerzen und habe, um ehrlich zu sein, auch keine Lust dazu. Wer sich berufen fühlt, darf mir gerne eine überarbeitete Version zukommen lassen.

 ____________


Glocken helles Lachen mischt sich unter die üblichen Geräusche einer Party, diesmal bei alten Bekannten. Es ist schon erstaunlich, dass wir beide es mal geschafft haben, aus unseren chaotischen Haushalt ins echte Leben zu finden. Seit langem mal wieder komplett auf gestylt. Verdammt, wie konnte ich immer mit diesen Dingern laufen? Schießt es mir ärgerlich durch den Kopf, als ich mal wieder mit den Plateaus umknicke. Ich habe ganz vergessen, wie es ist, mit dir unterwegs zu sein, wie du jedes Mal das blühende Leben warst, wenn wir unter Leute waren.

„Du siehst verdammt gut aus, Süße.“

Flüstere ich leise in dein Ohr. Ein schelmisches lächeln macht dich noch hübscher, als du ohnehin bist. Der hämmernde Bass, der die Luft in Vibration versetzt, wird wahrscheinlich in kürzester Zeit die Nachbarn auf den Plan rufen. Dicht gefolgt von der Polizei. Aber das kratzt hier zurzeit noch keinen. Gläserklirren und der steigende Alkoholspiegel macht die Leute unempfindlich für derart weltliche Störungen. Wahrscheinlich bin ich einer der wenigen, die den Ort heute Abend in einem nüchternen und verhältnismäßig lebendigen zustand verlassen werden.

„Warum muss ich eigentlich immer fahren?“

Frage ich etwas resigniert und schiele nach dem nächsten Glas hochprozentigen.

„Ganz einfach: Weil ich es sage.“

Erwiderst du grinsend und nippst an deinem Glas.

„Na klasse.“

„Keine Angst, ich werd dich schon dafür entschädigen heute Nacht.“

Mit einem verheißungsvollen Lächeln nimmst du mich an der Hand und ziehst mich weiter in die Menge, auf eine Bank zu. Immer noch etwas brummelig lasse ich zu, dass du mich darauf drückst und dich auf meinen Schoß setzt.

„Versprochen, ich kümmere mich heute Nacht noch um dich...“

Ich muss schmunzeln, als ich die Worte von dir höre. Ich kenne dich nun schon lange genug, um zu wissen, dass du heute Abend, wenn wir heimkommen vollkommen groggy ins Bett fallen wirst und sofort einschlafen wirst. Aber im Grunde macht mir das wenig aus, wenn ich dich so glücklich sehe...

Der Abend vergeht. Nichts Nennenswertes außer dem einen oder anderen Typen, dem ich dafür, dass er dich falsch anschaut, mörderische Blicke zuwerfe. Die Stunden tröpfeln dahin...

Langsam verliere ich die Lust. Du selbst scheinst auch inzwischen ziemlich fertig zu sein, abgesehen davon, dass du kaum noch grade gehen kannst. Mal wieder verfluche ich die Tatsache, fahren zu müssen.

Endlich raus, aus der verrauchten Bude...

Das metallische Geräusch der zugehenden Autotüren kommt mir im ersten Moment vor, die das zuschnappen eines Sargdeckels. Ich schiebe es auf die Müdigkeit. Auf solche dämlichen Gedanken kann auch nur ich kommen. Den Zündschlüssel drehen... Und Ab, nichts wie weg und nach Hause, unterwegs nach Möglichkeit noch dafür sorgen, dass du deinen Mageninhalt bei dir behältst. Die Landstraßen zu unserem Dreckskaff, wie wir es liebevoll bezeichnen, ist um diese Zeit wie ausgestorben. Nach der nächsten Hügelkuppe müsste man schon die Straßenlaternen sehen. Licht?

Ich hasse diese verschissenen Xenonscheinwerfer.

Geht es mir noch durch den Kopf, als ich die Augen vor dem Grellen licht zusammenkneife, das uns entgegenkommt. Moment... Der ist doch auf der falschen-

Knall.

Mit einem widerlichen kreischen verformt sich Metall. Ich versuche, die alte Kiste auf der Straße zu halten, aber die Wucht reißt das Steuer gnadenlos nach rechts.

KNALL

Der Gurt drückt mir die Luft aus der Lunge, ich verliere die Orientierung, als sich die Kiste überschlägt. Irgendetwas unglaublich heißes scheint sich durch meinen Oberschenkel zu bohren. Dann ist es vorbei.

Erst nach langem blinzeln sehe ich wieder Schemen. Irgendetwas scheint mich nach rechts zu ziehen. Erst nach einer Minute wird mir klar, dass es wohl die Schwerkraft sein muss. Weiteres Blinzeln. Da, unter mir. Unter dem Wagen. Blut. Starrer Blick. Leises Flüstern.

„Ich liebe dich.“

Schwärze.

5.7.09 15:55, kommentieren

Fieber Teil 1

Stumm liege ich in dem weissen, viel zu sterilen Zimmer, das, das schmuddelige Ambiente alter Gebäude vermittelt. Es ist nicht sichtbar heruntergekommen, oder schm,utzig, es ist vielmehr die Stimmung, die derartige Bauten vermitteln... Mal wieder eine der seltenen Wachperioden aus dem Drogenrausch... Ich weiss nicht, wie lange ich schon hier bin, die Zeit vergeht ganz anders, wenn alle Tage gleich sind und das Lichtspiel der auf und untergehenden Sonne die einzige Abwechslung ist... Das einzig interessante sind vielleicht noch die schmalen Zeiträume, wenn mir all das über den Kopf wächst und man mich mit breiten Lederriemen und der Rosaroten Pille ans Bett fesselt. Heute ist es mal wieder soweit: Nachdem ich es geschafft hatte, mir mit den ohnehin schon bis aufs Fleisch abgekauten Fingernägeln die Arme von oen bis unten blutig zu kratzen, hiess es mal wieder: "Fixieren."
Seit unserem Autounfall sitze ich hier fest, mit den Gedanken, dass ich dich umgebracht habe... Diese Frau, die Lebenslust in Person... Ich erinnere mich an jede Einzelheit... Die langen Haare, die dir bis zur Tallie gefallen waren. Deine Augen, die in mir viel mehr sahen, als diesen komischen, villleicht nicht ganz hässlichen, schweigsamen Typen... Die in mir etwas besonderes gesehen haben... Ich habe alles an dir geliebt, habe mich dir mit Leib und Seele verschrieben... Und ich bin schuld, dass die Welt diesen wunderbaren Menschen verloren hat.
Autoagressionen nennen sie es... Aber es ist nicht einmal ein Bruchteil der Schmerzen, die ich durch deinen Verlust erleide...Und die ich mit jedem Schnitt, Kratzer oder Biss etwas leichter zu machen versuche...
Wieder einmal starre ich, auf dem Bett festgenagelt, die Decke an.
"Hallo, mein Schatz..."
Zuerst glaube ich, das Flüstern gar nicht gehört zu haben, ich blicke mich panisch im Zimmer um. Meine suchenden Augen bleiben an der durchscheinenden, im abgedunkelten Zimmer leicht leuchtenden Gestalt hängen. Unverhofft trübt sich mein Blick unter Tränen, alsich dich erkenne... Ich wende meinen Blick stumm ab. Ich höre nicht, ich spüre eher, dass du näher kommst... Als ich dich nahe bei mir weiss, sehe ich dich wieder von unten herauf an. Ich will die Hand heben, doch das Lederband um mein Handgelenk hält mich zurück. Ein liebevolles Lächeln, das ich gar nicht verdient habe, ziert deine anmutigen Züge, als du dich an den Schnallen zu schaffen machst. Nun sehe ich es ganz genau, du scheinst von innen heraus zu leuchten...
"Bist du wirklich da?"
Meine Stimme klingt für mich rauh und unwirklich... Dein duchscheinender Finger legt sich auf meine Lippen, um mich zum Schweigen zu mahnen, doch ich spüre nichts... Wieder trifft mich die Erkenntnis wie ein Hammerschlag: Du bist tot, das lässt sich niemals ändern... Kein Gefühl, als du mich küsst... Nur ein Hauch, so zart wie Schmetterlingsflügel... So leicht, dass ich im nächsten Moment schn glaube, dass ich es nie gespürt habe... Ich mache mit zittrigen Händen die anderen Schnallen auf. Als ich fertig bin, stehst du am Fenster. Es steht schon offen... Dann bist du draussen, mit lockend ausgestreckter Hand...
"Komm... Ich bringe dich hier weg..."
Ich folge dir... Knie schon auf dem Fensterbrett... Noch ein kleines bisschen...
Wie die kalte Luft an mir vorbeirauscht, merke ich gar nicht mehr... In Gedanken bin ich schon bei dir... Ich bekomme nur noch am Rande mit, wie die Messingspitzen der Umzäunung sich in meinen Rücken bohren und die Brust auf der anderen seite durchstechen...

Endlich kann ich bei dir sein...

Ich liebe dich...



(Die Zustände in dieser Geschichte haben nichts mit denen in einer wirklichen Psychiatrie gemein, sie sind frei erfunden. Das hier wurde nicht geschrieben, um eine wahre begebenheit zu formulieren, sondern nur, um den Leser zu unterhalten und vielleicht ab und an zum Nachdenken zu bewegen.)

5.7.09 15:56, kommentieren

Fieber Teil 2

 Anmerkung: Dieser war der erste Teil von Fieber, den ch geschrieben habe. An sich sollte das ganze auch nicht fortgesetzt zu werden, aber hin und wieder geht es einfach nicht anders. Er entstand vor etwa 4-5 Jahren.

 __________

 

Zitternd schlage ich die Augen auf. Was war nochmal... Verwirrt streichen die Fingerspitzen über die Brust, doch da ist nichts. Erkenntnis. Wieder nur ein Traum. Wie könnte es auch anders sein? Hatte ich wirklich geglaubt, dei Toten könnten zurückkehren? Bin ich inzwischen wirklich verrückt? Sie kommen nicht zurück. Tatsache. Besonders nicht die, deren Körper unter einem Halbtonnenschweren Auto zerquetscht wurden, schiesst mir der Gedanke, wie von einem Fremden eingeflüstert durch den Kopf.
"Ich muss wirklich langsam den Verstand verlieren..."
Die Worte kamen unwillkürlich gemurmelt über meine Lippen.
"Lass das."
Mahne ich mich selbst, schliesslich waren Selbstgespräche ein Zeichen dafür, dass man langsam wirklich den Verstand verliert. Ich richte mich langsam und zittrig auf, während ich mit einer raschen Bewegung den kalten Schweiss von der Stirn wische. Es wäre auch zu schön gewesen. Alles im Zimmer ist wie in meinem Traum... Panisch versuche ich es nicht Halluzination zu nennen, denn das hiess, mir selbst einzugestehen, dass ich bekloppt bin. Praktischerweise bin ich nicht ans Bett gefesselt, wenigstens ein kleiner Lichtblick. Unter der Tür fällt ein Lichtbalken herein und ich höre den schlurfenden Schritt der Pflegerin hinter der Tür vorbeikommen. Du miese, alte Schlampe! Denke ich bei mir, gleich danach der etwas schnellere Schritt der Auszubildenden, die ab und an hier war. Und dahinter gleich diese beschissene, kleine Bahnhofsnutte...
"Sie machen nur ihren Job, sie meinen es nicht böse."
Sage ich laut, um mich selbst davon zu überzeugen, dass es ganz in Ordnung wäre, Personalmangel mit Morphiumspritzen auszugleichen.Irgendwo auf der Station höre ich das dämliche Gesabbel eines der älteren Patienten. Halts Maul, Opa, den anderen geht es auch nicht besser, du elender Hosenscheisser!
Agressionen waren falsch. Ich greife nach dem Hübschen Plastikglas neben dem Bett auf der Kommode, das mit Kindermotiven geschmückt ist. Runterkommen, das war jetzt wichtig. Sonst komme ich hier nie raus... Ich greife unter das Bett, zu der Schlaftablettenchachtel, die ich heimlich mitgehen habe lassen. Ich nehme ein der Pillen raus, Schlucke sie mit ein wenig Wasser. Das würde reichen, um durchzuschlafen. Traumlos, hoffentlich... Ich lehne mich ins Kissen zurück und schliesse die Augen. Lange würde es sicher nicht dauern, bis das Mistzeug wirkte. Irgendwo, wahrscheinlich aus Richtung der Station, auf der die Kinder und Jugendlichen untergebracht waren, höre ich ein anschwellendes Schreien. Ein generftes Seufzen entringht sich meinem Mund. Konnten die Bälger nicht einmal die Klappe halten? Auch Bekloppte brauchten schliesslich ihren Schlaf. Nach einer Weile drehe ich mich auf die Seite. Wie lange dauert das denn noch? Nochmal ein Griff unters Bett, nach der Schachtel. Ein Schluck Wasser und runter damit. Wieder das Gequengel von der Kinderstation. Draussen rauscht der Wind in den herbstlich blattlosen Bäumen. Unruhig rolle ich mich herum, von der einen auf die andere Seite. Eine Weile liege ich noch nachdenklich da, dann beschliesse ich nochmal drein von diesen wirkungslosen Scheissteilen zu werfen.

Schwärze.



(Die Zustände in dieser Geschichte haben nichts mit denen in einer wirklichen Psychiatrie gemein, sie sind frei erfunden. Das hier wurde nicht geschrieben, um eine wahre begebenheit zu formulieren, sondern nur, um den Leser zu unterhalten und vielleicht ab und an zum Nachdenken zu bewegen.)

5.7.09 15:59, kommentieren

Fieber Teil 3

Tick. Tick. Tick.
Die knallbunte Wanduhr mit dem Clown drauf... Ein miserabler Versuch, das allzu steril anmutende Zimmer aufzuheitern. Apathisch sehe ich dem Sekundenzeiger zu, wie er die Zeit meines Lebens in Scheiben schneidet.
Tick. Tick. Tick.
Stimmungstief? Eher nicht. Um genau zu sein fühle ich gar nichts mehr. Es kommt mir vor, als ob das Loch, das dein Verlust hinterlassen hat, alles insich aufsaugt... Keine Gefühle...
Tick. Tick. Tick.
Langsam geht mir die verdammte Kinderuhr auf die Nerven...
Tick. Tick. Tick.
Ich stehe träge auf und gehe hinüber, bis ich der bescheuerten Uhr direkt gegenüberstehe.
Tick. Tick. Tick.
Wieder in Gedanken an dich.
Tick. Tick. Tick.
~Es klingt wie ihr Herzschlag, nicht?~
"Sei still."
Tick. Tick. Tick.
Ich muss wirklich langsam den Verstand verlieren... Wer mit sich selbst redet, der kann definitiv nicht ganz richtig im Kopf sein.
Tick. Tick. Tick.
~Hätte ich ja fast vergessen... DU warst es ja, der ihr kleines, unwichtiges Herz zum Schweigen gebracht hat.~
"Sei still."
Tick. Tick. Tick.
~DU solltest besser still sein. Sonst kommt wieder die Schwester... Aber vielleicht willst du ja wieder im Drogenrausch versinken... Feige, wie du nunmal bist...~
Ich kann beinahe... Sein?... Mein?... Hämisches Grinsen spüren...
"Sei still."
Tick. Tick. Tick.
~Tic-tac-tic-tac-tic-tac... Erinnerst du dich? Und dann war es auf einmal still.~
"Sei still."
Tick. Tick. Tick.
~Sie hat gesagt, dass sie dich liebt, bevor sie abgekratzt ist.~
"Sei still."
Mit erschrecken stelle ich fest, dass meine Stimme inzwischen leise und weinerlich klingt...
Tick. Tick. Tick.
~Ah, wir werden langsam weich, was? Jaja... Merkst du endlich, dass sie dich nur beruhigen wollte? Dich mit Worten ruhigstellen, genau wie die es hier mit Pillen und Spritzen machen?~
"Sei still."
Heisse Tränen sammeln sich in meinen Augen, krampfhaft versuche ich sie wegzublinzeln.
Tick. Tick. Tick.
~Genau genommen weisst du es ja. Sie hat dich belogen, aber wem sage ich das? Sie wollte sich nur keine Vorwürfe machen, wenn sie dir die Wahrheit sagt. In wirklichkeit hat sie dich gehasst.~
"SEI STILL!"
Ruhe.
Die Hand senkt sich langsam wieder, die Plastikscherben des Uhrglases fallen klappernd zu Boden.
Ruhe.
"Ich liebe sie..."
Ruhe.
Schluchzend sacke ich auf die Knie nieder.
Ruhe.
Schnelle Schritte.
Ruhe.
Die Tür geht auf.
Ruhe.
"Fixieren."
Ruhe...


(Die Zustände in dieser Geschichte haben nichts mit denen in einer wirklichen Psychiatrie gemein, sie sind frei erfunden. Das hier wurde nicht geschrieben, um eine wahre begebenheit zu formulieren, sondern nur, um den Leser zu unterhalten und vielleicht ab und an zum Nachdenken zu bewegen.)

1 Kommentar 5.7.09 16:00, kommentieren

Weiss - Schwarz

Du hast mich aus dem selbstangelegten Sumpf meiner Gefühle gezogen... Hast mich gerettet? Wohl eher nicht. Aus barmherzigkeit, oder sogar aus Liebe? Wohl kaum. Sadismus vielleicht? Oder ein gelindes interesse am neuen Sielzeug, da sich aber wohl recht schnell verflüchtigt hat... Egal, was es war, es ist offensichtlich weg. Und du mit ihm. Ignoranz. Warum tust du mir das an? Macht es Spass? Ist es die Rache für das, was andere dir antaten, von denen ich mich doch unterscheide? Ich wollte dir nie etwas böses... Du sagtest, du hast Angst... Bullshit, wenn ich heute darüber nachdenke... Du wusstest genau, was du getan hast. Vielleicht nicht, warum du es getan hast, aber du hast es getan, und das ist wichtig. Warum hast du mich aus der Hölle geholt? ur, um mich hier weiterzuquälen? Bin ich dir so egal? Was habe ich dir getan? Ich hätte dir alle gegeben... Alles, was ich dir hätte geben können... Nur, damit du mir hinterher das Herz rausreisst? Bin ich in deinen Augen so wenig wert?

Ich hasse dich.
Ich liebe dich.

Wie hast du mich erkannt? Woher wusstest du, dass ich im inneren so schwach bin? Warst du nur auf der Suche nach einem Versuchsobjekt? Etwas, womit man spielen kann und es dann, genau wie ein Kind sein Spielzeug, beiseite werfen kann? Ab nd an, wenn es eben ins Auge fällt, dann nimmt man es wieder in die Hand, um es hinterher wieder fallen zu lassen.

Ich hasse dich.
Ich liebe dich... Nicht mehr...

Du hast wohl nicht damit gerechnet, dass etwas wie unbehagen oder gar Argwohn in mir sein könnte... Hast wohl nicht berücksichtigt, dass selbst der unterwürfigste Diener irgendwann die Knute satt hat... Und jetzt ist es an dir, zu flehen... Zu betteln...

Ich hasse dich.
Geh endlich...

Oder lass mich gehen...

1 Kommentar 6.7.09 00:03, kommentieren

Schwarz - Weiss

Du hast mich gefangen, im Netz deiner Gefühle... Hast du mich meiner Freiheit beraubt? Wohl eher nicht. Aus gier, oder sogar aus Hass? Wohl kaum. Zuneigung vielleicht? Oder sogar das, was man mangels eines besseren Begriffes wohl wirklich liebe nennt? Egal, was es ist, es schlummert immer noch unter der Oberfläche... Und deine Gefühle mit ihm. Ablehnung. Warum lässt du dich nicht Fallen? Hast du Angst? Ist es um die Sorge vor Dingen, die dir andere antaten, von denen ich mich doch unterscheide? Ich will dir die Geborgenheit geben, die du brauchst... Du sagst, du wärst mir egal... Unsinn, wenn ich es höre... Du weisst, dass ich dir nichts antun werde. Du weisst, warum ich es tun würde, aber der Grund ist egal, solange ich es denn tue. Warum willst du zu den Schmerzen zurück? Nur, um dich wieder selbst bemitleiden zu können? Bist du denn so tief gesunken? Warum sollte ich dir wehtun? Ich will dir alles geben... Alles, was ich habe... Nur, damit du hinterher bei mir bleibst. Willst du das den nicht?

Ich liebe dich.
Ich hasse dich.

Warum habe ich die Augen nicht von dir weden können? Warum wollte ich dich um jeden Preis beschützen? Bist du, wonach ich solange gesucht habe? Jemand, der immer da ist, wenn man ihn braucht, jemand schützenswertes? Immer wieder, wenn ich dich am Boden sehe, will ich dir aufhelfen.

Ich liebe dich.
Ich hasse dich... nicht mehr...

Warum willst du dich nicht fallen lassen? Warum willst du dich von mir wenden, was habe ich denn getan? Bin ich dir denn so wenig wert? Jetzt bettele ich darum, dass du bleibst... Bitte...

Ich liebe dich.
Bleib bei mir...

Oder lasse mich mit dir kommen...

6.7.09 00:04, kommentieren