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Kaputt

Mal wieder ist es passiert. Triggern nennen sie es im neuen Psychologendeutsch, wenn ich mich recht entsinne. Komplette Gefühlskälte, der Wunsch, wenigstens irgendetwas zu spüren. Gefahr, mir die Arme aufzuschlitzen laufe ich nicht mehr wie früher, das würde nichts mehr bringen. Um ehrlich zu sein, Schmerzen helfen dagegen ur wenig, auch wenn sich viele das einreden. Möglicherweise ist das der einzige Grund, weswegen sich einige wenige dadurch zu helfen versuchen: Sie glauben daran.

Ich hab mich immer irgendwie durchgebissen, bin Schwierigkeiten mit stoischer Ruhe so lange gegenübergetreten, bis sie sich von selbst gelöst hatten, oder ich die Konsequenzen eben zwangsweise tragen musste. 

Das war meine Art, Probleme zu regeln. Ich hab einfach versucht, drumherum zu kommen. Wenn das nicht klappte, habe ich die darauf folgende Moralpredigt einfach an mir abtröpfeln lassen, sie ignoriert wie jedes mal und so weitergemacht, wie immer. Wahrscheinlich bin ich kaputt. Zu einem geweissen Teil. Hin und wieder frage ich mich auch, wie ich das durchhalte. Keine Ahnung, aber ich stehe jeden Morgen wieder auf. Schlurfe in den Alltag, mache so weiter wie immer und mir damit mein Leben noch etwas weiter kaputt. 

 Und es wird nicht einfacher. Ich hab keine AHnung, wie es weitergeht, aber das hätte ich schon vor Jahren sagen können. Ich hab keine Ahnung, wie alles ins Wanken kam.

Es war einmal... Ein kleiner Grundschüler. Er hatte bestnoten, nur das kleine Manko eines Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms, das nach langem Händeringen und diversen Arzt und Psychologenbesuchen festgestellt wurde. Seltsamerweise hatte er damals eine Realschulempfehlung bekommen. Nach einigen weiteren Tests kam er aufs Gymnasium. Danach ging es bergab.

Stetig.

Störenfried, Verlierer. Sitzengeblieben, von der neuen Klasse gehasst und fertig gemacht. Von der Schule geflogen, auf der neuen nochmals sitzengeblieben. Kaputte Beziehungen, die ihn noch mehr kaputt gemacht haben. Drogen. Dummheiten in einem Fort und immernoch hat er sich nicht zusammengerissen. Mit etwas glück hat er irgendwann ne Ausbildungsstelle gefunden. 

Und irgendwie hat er sich nie geschlagen gegeben. Obwohl er recht oft auf dem Zahnfleisch ging. Obwohl er viel Mist gebaut hat, wahrscheinlich mehr als die meisten Menschen in seinem Alter.

Was hält diesen kaputten Jungen noch?

Ausser ein paar Menschen, an denen er Hängt?

Menschen, die es unerwarteterweise geschafft haben, all diese Schwierigkeiten aufzuwiegen. Irgendwie haben es diese Leute geschafft.

Doch heute zerstreuen sie sich, wie die Erinnerungen. Wie Löwenzahnsamen im Wind.

 

Bitte, lass sie mich nicht verlieren...

3 Kommentare 4.2.10 23:22, kommentieren

Ich vermisse es. Sorglos zusammensitzen, mit der alten Clique... Sich möglicherweise heftig betrinken, aber das war eher nebensächlich. Wichtig war nur die gute Stimmung. Das Zusammensein.

Es fehlt mir wirklich...

 Ich fühle mich miserabel heute Abend...

Und niemand da.

Niemand, der mich in den Arm nimmt und mir von besserer Zukunft flüstert...

Heute Abend kam seit langer Zeit mal wieder das irrationale Bedürfnis auf, zur Klinge zu greifen. Irgendwie wird es schon...

 

2 Kommentare 7.2.10 23:47, kommentieren

Verreist

Ich werde die nächsten  Tage bei meiner Süssen in Kassel sein, bin also nur schwer erreichbar. Wahrscheinlich werd ich auch nichts eintragen, Kuscheln ist wichtiger :>

4 Kommentare 12.2.10 14:19, kommentieren