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Du, nur anders.

Flüstern. Leise Stimmen, Fremde Zungen. Was sagen sie? Sie Erzählen. Davon, wie es ist. Davon, wie es sein sollte. Davon, wie es niemals sein darf. Niemals. Niemals. Niemals. Und doch... Doch. 

Alles ist im Wandel. Ich stehe inmitten des wehenden Laubs. Und sie Flüstern. Singen. Schreien. Alles zugleich. Und doch ist es still.

Das Leben ist nur eine Abfolge von Räumen. In vielen ist man allein. In manchen ist Jemand. Und doch schaffen wir es immer wieder, auch in solchen Räumen einsam zu sein.

Kein Blick zurück. Jeder Blick über die Schulter ist ein verschwendeter Blick.

Schritte hinter mir. Ich drehe mich nicht um. Erst nach einer Weile höre ich sie nicht mehr. War es schlecht? Möglich. 

Immer wieder versuchen Menschen, mich auf sich aufmerksam zu machen. Ich lasse sie stehen. Uninteressant. Ich sehe mich um. Endlich Jemand, der still ist. Stumm setze ich mich daneben. So sitzen wir. Stunde um Stunde. Kein Wort zwischen uns. Kurz spüre ich auf meiner Schulter eine Hand. Doch der Mensch, dem sie gehörte, ist schon aus dem Blickfeld. 

Und doch, Fremder, teilen wir nun ein Band. Ich kenne dich nicht. Habe dich nie wirklich angesehen. Habe dich nie Gefragt, wer du bist. Habe dich nie umarmt. Und dennoch kann ich sagen:

Du hast mein Leben bereichert.

Wieder leise Schritte. Ich spüre, wie Jemand mich von hinten umarmt. Ich drehe mich um. Doch dort steht niemand.

Ich sehe mich um.

Niemand da, wieder einmal ein Raum, in dem ich allein bin. 

Trotzdem ein Flüstern.

Leise.

Zaghaft.

"Wer bist du?"

"Na ich."

"Wer ich?"

"Du, nur anders."

 

Ich danke dir.

8.9.10 21:27

Letzte Einträge: Zeilensprung, Türgeschichten

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(15.9.10 00:24)
Licht und Schatten lassen Träume wahr werden...

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