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Monolog an der Kante.

Grade noch dran gedacht, dass ich nicht mehr schreiben kann. Irgendwie tut es weh. Früher sind die Worte nur so geflossen. Und dann dieses Lied. Auf irgendeinem Blog. Und ich hab das Gefühl, es geht. Einen Versuch ist es wert. Scheiss drauf!!

Vorsicht.

Warum?

Da geht es steil bergab.

Na und?

Du könntest runterfallen.

Das wäre mir am liebsten.

Warum?

Selber warum.

Also weisst du es nicht.

Doch!

Also, warum?

Weil es mir nicht gut geht.

Na und? Es gibt viele Leute, denen es nicht gut geht.

Das weiss ich auch, aber ich bin schwach.

Nein.

Doch.

Du willst dich nur schwach machen.

Und warum sollte ich das tun?

Weil du verlernt hast, zu dir selbst zu stehen.

Ich stehe. Grade genau richtig, um ein Ende zu machen.

Das wäre falsch.

Was weisst du schon?

Eine Menge über dich.

Man weiss nie viel über sich selbst. Man bildet sich viel ein, aber das war es dann auch schon.

Bin ich etwa du?

Ja.

Und warum sollte ich dich dann daan hindern, dich selbst in Matsch zu verwandeln?

Weil du... Weil ich Angst habe.

Ich dachte, du kannst nicht mehr.

Ach, leck mich doch!

Schon vergessen, du redest mit dir selbst.

Na und? Scheinbar bin ich beschissen.

Ich will dir nur helfen.

JEDER WILL MIR VERDAMMTNOCHMAL HELFEN, ABER KEINER HAT EINE AHNUNG, WIE ES MIR GEHT!

Du brauchst nicht zu schreien, du bist nicht taub.

Ich kann schreien, wann ich will.

Wie steht es denn um dich?

Ich kann nicht mehr.

Du wiederholst dich.

Du auch.

Weil ich noch keine Antwort habe.

Lässt du mich dann in Ruhe?

Vielleicht.

Gut. Ich weiss nicht mehr weiter. Alles ist kaputt. Ich mache mir mein Leben systematisch selbst kaputt. Alle alten Freunde weg... Nur einer noch da... Einer, von dem ich denke, dass er auch nicht mehr lange da ist, wenn ich nichts tue...

...

Gehst du jetzt?

...

Hallo?

...

Was ist jetzt?

Du hast dir deine Antworten selbst gegeben.

Antworten...?

...

...

...

1 Kommentar 16.10.09 23:19, kommentieren

Neonlicht

Weisses Neonlicht erhellt den Raum. Was zur Hölle hat so eine Lampe in einem Schlafzimmer verloren? denke ich verschwommen. Mit gnadenloser Detailtreue beleuchtet die nackte Neonröhre alle Konturen des trostlosen Zimmers: die kahlen Wände mit hellen, rechteckigen Flächen, an denen früher einmal Bilder hingen, das Bett, bestehend aus rostigen Metallstangen und halb unter einem Gewirr von Laken verborgen, du, meine kleine Suizid-Prinzessin. Deine weisse, ja fast durchscheinende Haut wirkt unter dem Licht noch heller. Das Haar, mit dieser dunklen roten Farbe, das ich immer noch so liebe liegt unter deinem Kopf ausgebreitet, wie eine geronnene Blutlache. Mit leerem Blick schaust du an die Zimmerdecke und ein müdes Lächeln umspielt deine Lippen. Verdammte scheisse warum habe ich nicht bemerkt, dass du schon wieder stoned warst bevor wirs getan haben? Ich sinne nach, wann wir das letzte mal miteinander geschlafen hatten ohne dass dieser Scheiss durch deine Adern geflossen ist. Ich nehme deine Hand und drücke sie leicht -keine Reaktion- ich sehe wieder die roten Striemen auf deiner Haut und frage mich ängstlich wann ich deinen Arm das letzte mal gestreichelt habe ohne dabei diese Schnitte zu berühren.Vorsichtig umarme ich dich, darauf bedacht, dich durch Zärtlichkeiten in diese Welt zurückzubringen -keine Reaktion- Das einzige, was ich von deiner Seite spüre, ist das Zittern. Ich frage mich panisch wann ich dich das letzte mal umarmt habe ohne zu spüren, wie die Drogen deinen Körper zerfressen. Ich versuche dich zu küssen, doch du wendest dich ab mit einem Blick, der mir sagt "Hey, stopp wir hatten grad unseren Spass und jetzt lass mich wieder für ne weile in Ruhe." Dieses mal denke ich an die Waffe, die ich mir vor ein paar Tagen besorgen habe lassen, ich denke daran, dass ich mich nicht mehr von diesen grünen Augen quälen lassen müsste, die ich doch immer noch so sehr liebe. Du scheinst eine Veränderung in der Stimmung gefühlt zu haben obwohl du so weit von mir entfernt bist, als wärst du auf dem Mars und sagst zu mir: „ich liebe dich“, „ich dich auch”, antworte ich mechanisch. Die Worte hallen nach wie das Echo einer Explosoin in meinem Kopf. Morgen werden wir beide unseren Geschäften nachgehen, wie jeden Tag, als ob nichts dabei wäre. Wieder die Gedanken an die Waffe. Wieder der Drogenrausch. Wieder eine Nacht zu zweit, allein. Jedesmal beide noch ein Stückchen näher am Selbstmord: -durch die Sucht-, durch die Verzweiflung.

21.7.09 06:39, kommentieren

Die Kunst des Krieges

Soll man Musikstücke schreiben?
Ein Musikstück vom Krieg?
Soll man singen von gesichtslosen Mördern?
Zeilen der Zerstörung, Takte des Todes.
Maschinengewehre geben den Takt.

Soll man Gedichte schreiben?
Ein Gedicht über die Revolution?
Soll man schreiben von vergessenen Idealen?
Zeilen des Zornes, Reime der Rücksichtslosigkeit.
Der Takt der Gilloutine ergibt das Versmaß.

Soll man Bilder malen?
Ein Bild von der Massenvernichtung?
Soll man blinde Zerstörung malen?
Gemälde des Grauens, Farben der Feigheit.
Blut ist die Farbe.


Mord ist keine Kunst.

 

Es ist schon etwas älter, aber es begegnet mir immer wieder mal, wenn ich die Bilder in den Nachrichten sehe...

2 Kommentare 19.7.09 14:06, kommentieren

Freiheit

Stumm siehst du dem kleinen, orangefarbenen Punkt nach, der sich im Dunkeln dem Aschenbecher nähert, bevor du mit einem müden Lächeln auf den dünnen Lippen mit dir selbst das Drama um den nächsten, selbstzerstörerischen Zug beginnst. Bring es hinter dich. In den unsichbaren Augen spiegelt sich etwas wieder. Angst? Vielleicht. Trauer? Etwas. Sehnsucht? Sehnsucht nach was? Was ist dein Stoff, deine Droge, nach der du so gierst? Liebe? Das selbstvergessene Ringen mit etwas, das man weder beherrschen, noch festhalten kann? Der süsse Schmerz, den du dir nicht etwa selbst, sondern duch andere zufügst, sondern andere, die du flehentlich darum zu bitten scheinst... Bist du so tief gesunken, dass du inzwischen andere statt deiner selbst in dein Fleisch schneiden lässt? Oder ist es etwas anderes? Hast du sehnsucht nach der Nadel? Willst du dich mal wieder selbst ins Vergessen stürzen, wie in ein alles verschlingendes Meer? Willst du dem Drang nachgeben? Bist du denn so ein Feigling? Oder ist es die Trauer? Willst du dich in Selbstmitleid suhlen? Dich denk hingeben, was du an anderen so verachtest? Willst du Trauer heucheln, wo du doch nur um dich selbst trauerst? Du bist ein Mensch.

Menschen träumen...
Menschen vergessen...
Menschen lieben...

Ob das gut oder schlecht ist, das liegt immer im Auge des Betrachters... Doch wenn du gegen das kämpfst, was du verabscheust und für das kämpfst, was du liebst dann liegst du nie falsch...

Steh endlich auf.

Beim Versuch untergehen, das Richtige zu tun, oder in Schande weiterleben, immer zu wissen, dass du dort gezögert hast, wo dich so mancher gebräucht hätte...

Du hast die Wahl.

Noch bist du frei.

6.7.09 21:25, kommentieren

Erwachsen werden

Meine Schritte hallen im grossen Raum laut wieder. Schnell und etwas verwirrt wandert mein Blick hier- und doerthin. Verkratzte Holzwände. Hohe Decke. Kletterseile. Bunte Spielfeldmarkierungen auf dem Linoleumboden. Das Licht ist Fahl. Die kalte, tote Beleuchtung geht von Neonröhren an der Decke aus. Ein leises Geräusch. Eher Schall gewordene Bewegung. Langsam gehe ich in genau diese Richtung. In der hintersten Ecke der Sporthalle sehe ich endlich, woher es kommt. Ein kleiner Junge sitzt dort, die Arme um die Knie geschlungen. Der Kopf ist nach vorn gebeugt, als würde er schlafen.
"Hallo?"
Meine Stimme klingt erstaunlich laut dafür, dass ich das Wort beinahe geflüstert habe. Erstaunliche Akkustik. Der Kopf des Jungen hebt sich etwas. Er kommt mir seltsam bekannt vor. Verwunderung. Es scheint ihm nicht sonderlich gut zu gehen. Blaue Flecken. Blutunterlaufene Augen. Schweissperlen auf der Stirn. Nasenbluten. Rotes Blut auf kreidebleicher Haut... Angst schreit mir aus den halbgeschlossenen Augen entgegen. Heftiges Zittern. Auf Händen und Füssen versucht er, noch weiter von mir wegzukriechen, weiter in seine kleine Ecke.
"Was ist denn mit dir los?"
Stumm sieht er zu mir auf. Gestikulation. Kein Wort kommt über die gesprungenen Lippen. Die bebende Hand deutet in Richtung der eigenen Kehle, scheinbar um mir mitzuteilen, dass er nicht sprechen kann. Irgendwoher kenne ich diesen Jungen...
"Woher kenne ich dich?"
Er scheint nicht zu verstehen, sieht mich verständnislos an. Erst nach einer Weile hebt er träge die Hand, um diesmal auf mich zu deuten.
"Ich verstehe nicht."
Weiter bleibt seine Hand auf mich gerichtet, er wirkt schon erschöpft davon, auch nur die Hand zu erheben, um auf mich zu zeigen.
"Ich weiss nicht, was du meinst."
Vorsichtig gehe ich vor dem Jungen in die Hocke, um ihn mir genauer anzusehen. Seine Hand fllt schlaff zu Boden. Überall auf der Haut sind kleine Schnitte, nicht tief, aber sicher schmerzhaft. Ich schätze den Kleinen auf etwa acht Jahre, maximal neun. Abwartend schaut er zu mir hoch.
"Ich weiss nicht, was du willst..."
Gebe ich leise murmelnd zu.
"Ich weiss nichtmal, wer du bist."
Tränen stehen plötzlich in seinen Augen, als er nochmal versucht, die Hand zu heben. Doch sie sinkt sofort wieder kraftlos auf den kalten Linoleumboden.
"Tut mir leid, aber ich kann nichts für dich tun..."
Sage ich leise, etwas resigniert. Kinder waren noch nie meine Stärke gewesen. Wortlos will ich aufstehen, doch eine kalte, kleine Hand hält mich zaghaft zurück. Mit der Kraft der Verzweiflung hält er sich an meinem Handgelenk fest, ein stummes Flehen in den Augen.
"Ich kann nichts für dich tun."
Er klammerte sich nur noch fester an meine Hand, der Atem vor Anstrengung ruckartig und pfeifend.
"Lass mich gehen..."
-Keine Reaktion.-
"Ich hole Hilfe für dich."
-Keine Reaktion.-
"Bitte... Du siehst gar nicht gut aus, Kleiner..."
-Keine Reaktion.-
Ich versuche, ihn sanft abzuschütteln, doch er hält sich nur noch heftiger fest. Kurz zögere ich, dieses letzte Mittel einzusetzen, um ihn zur Vernunft zu bringen, doch schliesslich ist das ein Notfall. Ich hole aus. Wie in Zeitlupe bewegt sich meine flache Hand auf die Wange des Jungen zu.
Klatsch.
"Tut mir leid... Ich hole jetzt Jemanden, der dir hilft."
Perplex sieht er mich an und lässt los. Schnellen Schrittes wende ich mich der einzigen Tür zu, die ich sehe. Verschlossen. Mist. Noch ein paar mal rüttle ich vergeblich am Türgriff.
"Die geht nicht auf."
Erklingt eine leise, krächzende Stimme vom anderen Ende der Halle.
"Du kannst also doch sprechen."
Wütend drehe ich mich mit diesen orten auf dem Absatz herum. Der Kleine sitzt immer nmoch dort, wo ich ihn zurückgelassen habe. Sein Kopf an die Wand gelehnt, die Augen geschlossen. Er scheint nicht gehört zu haben, was ich gesagt habe.
"Du hast sie selbst abgeschlossen."
Seine Stimme klingt viel zu alt und verbraucht für ein solches Kind...
"Ich habe was bitte?"
Er scheint wieder nichts gehört zu haben.
"Ihr schliesst uns immer ein."
"Von was redest-"
Doch er unterbricht mich mit schleppender, müder Stimme.
"Weil ihr vergessen habt, wie wir denken. Wie ihr gedacht habt."
Etwas wie Zorn schwingt in der dünnen Stimme mit.
"Was-"
"Ihr vergesst uns. Ihr qält uns. Mit euren Vorstellungen.*
Jedes Wort scheint ihn grosse Anstrengung zu kosten.
"Was zur Hölle-"
"Ihr bringt uns um."



Zitternd und verschwitzt schlage ich die Augen auf und schalte die Nachttischlampe an. Was für ein Blödsinn. Morgen ist Betriebsratssitzung, ich muss ausgeschlafen sein.

6.7.09 21:18, kommentieren

Schwarz - Weiss

Du hast mich gefangen, im Netz deiner Gefühle... Hast du mich meiner Freiheit beraubt? Wohl eher nicht. Aus gier, oder sogar aus Hass? Wohl kaum. Zuneigung vielleicht? Oder sogar das, was man mangels eines besseren Begriffes wohl wirklich liebe nennt? Egal, was es ist, es schlummert immer noch unter der Oberfläche... Und deine Gefühle mit ihm. Ablehnung. Warum lässt du dich nicht Fallen? Hast du Angst? Ist es um die Sorge vor Dingen, die dir andere antaten, von denen ich mich doch unterscheide? Ich will dir die Geborgenheit geben, die du brauchst... Du sagst, du wärst mir egal... Unsinn, wenn ich es höre... Du weisst, dass ich dir nichts antun werde. Du weisst, warum ich es tun würde, aber der Grund ist egal, solange ich es denn tue. Warum willst du zu den Schmerzen zurück? Nur, um dich wieder selbst bemitleiden zu können? Bist du denn so tief gesunken? Warum sollte ich dir wehtun? Ich will dir alles geben... Alles, was ich habe... Nur, damit du hinterher bei mir bleibst. Willst du das den nicht?

Ich liebe dich.
Ich hasse dich.

Warum habe ich die Augen nicht von dir weden können? Warum wollte ich dich um jeden Preis beschützen? Bist du, wonach ich solange gesucht habe? Jemand, der immer da ist, wenn man ihn braucht, jemand schützenswertes? Immer wieder, wenn ich dich am Boden sehe, will ich dir aufhelfen.

Ich liebe dich.
Ich hasse dich... nicht mehr...

Warum willst du dich nicht fallen lassen? Warum willst du dich von mir wenden, was habe ich denn getan? Bin ich dir denn so wenig wert? Jetzt bettele ich darum, dass du bleibst... Bitte...

Ich liebe dich.
Bleib bei mir...

Oder lasse mich mit dir kommen...

6.7.09 00:04, kommentieren

Weiss - Schwarz

Du hast mich aus dem selbstangelegten Sumpf meiner Gefühle gezogen... Hast mich gerettet? Wohl eher nicht. Aus barmherzigkeit, oder sogar aus Liebe? Wohl kaum. Sadismus vielleicht? Oder ein gelindes interesse am neuen Sielzeug, da sich aber wohl recht schnell verflüchtigt hat... Egal, was es war, es ist offensichtlich weg. Und du mit ihm. Ignoranz. Warum tust du mir das an? Macht es Spass? Ist es die Rache für das, was andere dir antaten, von denen ich mich doch unterscheide? Ich wollte dir nie etwas böses... Du sagtest, du hast Angst... Bullshit, wenn ich heute darüber nachdenke... Du wusstest genau, was du getan hast. Vielleicht nicht, warum du es getan hast, aber du hast es getan, und das ist wichtig. Warum hast du mich aus der Hölle geholt? ur, um mich hier weiterzuquälen? Bin ich dir so egal? Was habe ich dir getan? Ich hätte dir alle gegeben... Alles, was ich dir hätte geben können... Nur, damit du mir hinterher das Herz rausreisst? Bin ich in deinen Augen so wenig wert?

Ich hasse dich.
Ich liebe dich.

Wie hast du mich erkannt? Woher wusstest du, dass ich im inneren so schwach bin? Warst du nur auf der Suche nach einem Versuchsobjekt? Etwas, womit man spielen kann und es dann, genau wie ein Kind sein Spielzeug, beiseite werfen kann? Ab nd an, wenn es eben ins Auge fällt, dann nimmt man es wieder in die Hand, um es hinterher wieder fallen zu lassen.

Ich hasse dich.
Ich liebe dich... Nicht mehr...

Du hast wohl nicht damit gerechnet, dass etwas wie unbehagen oder gar Argwohn in mir sein könnte... Hast wohl nicht berücksichtigt, dass selbst der unterwürfigste Diener irgendwann die Knute satt hat... Und jetzt ist es an dir, zu flehen... Zu betteln...

Ich hasse dich.
Geh endlich...

Oder lass mich gehen...

1 Kommentar 6.7.09 00:03, kommentieren